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GWL noch unter Schock: MZ berichtet!

Nach den entsetzlichen Vorfällen im Mergelkamp berichtet nun die Presse über diese unentschuldbaren Entgleisungen einiger Akteure von SG Gronau III.

Schiedsrichter schwer verletzt
Fußtritte gegen den Kopf 
Von Bernhard Mathmann am 30. September 2009 16:15 Uhr 

VREDEN Rudolf Derbort möchte über den Vorfall nicht sprechen: "Dann kommen die Szenen sofort wieder hoch" - der 39-jährige Schiedsrichter aus Ellewick ist am Sonntag bei einem brutalen Angriff eines Gronauer Fußballers schwer verletzt worden.

Ganze fünf Minuten sei das Meisterschaftsspiel der Kreisliga C zwischen GW Lünten II und SG Gronau III erst alt gewesen, als sich die brutalen und ungeheuerlichen Szenen auf dem Sportplatz in Lünten abspielten.

GW-Spielertrainer Rainer Hoffschlag schildert die Szene: "Der Schiedsrichter hatte nach einem Foulspiel eines Gronauers auf Strafstoß für uns entschieden. Das rief bei der SG III erhebliche Proteste hervor, die mit zwei gelben Karten geahndet wurden." Noch vor der Ausführung des Elfmeters hätten einige Gronauer Spieler das Spiel nicht mehr fortsetzen wollen, und drei von ihnen hätten bereits ihre Trikots ausgezogen, erklärt er. "Nachdem wir dann den Elfer verschossen hatten, setzten sich die Beschwerden der Gronauer fort. Und ein SG-Spieler schlug dem Schiedsrichter mit der Faust ins Gesicht. Der wollte ihm die rote Karte zeigen, als er brutal niedergestoßen wurde", schildert Hoffschlag.

Danach hätte ein SG-er zwei Mal mit einer ungeheuerlichen Brutalität mit dem Fuß ins Gesicht des Schiedsrichters getreten, dass alle ernsthaft um die Gesundheit des Schiedsrichters hätten fürchten müssen, betont er. "Selbst als wir mit Gronauer Hilfe den Täter wegziehen konnten, riss er sich wieder los und trat noch einmal zu. Das war das Schlimmste, was ich in meiner langen Fußballer-Laufbahn gesehen habe", meint der GW-Coach.

Sieben Polizisten

Nach dem brutalen Zwischenfall sei der Unparteiische in die Kabine geleitet worden. "Mit fünf Leuten haben wir die Tür bewacht", bemerkt Hoffschlag - ein Teil der Gronauer sei derart aufgebracht gewesen, dass man die Polizei habe rufen müssen. Sieben Beamte waren wenig später am Platz und sorgten neben den Lüntenern für Ruhe. Derbort selbst wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gefahren. Dort konnte er nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Bis zum Ende der Woche allerdings konnte er seiner Arbeit nicht nachgehen.

 Rainer Hoffschalg: "Das war das Schlimmste, was ich je erlebt habe."
Foto: Mathmann

"Wir haben den betreffenden Spieler sofort aus dem Verein ausgeschlossen. Solche Aktionen gehören sich nicht, besonders nicht auf dem Sportplatz", erklärt Klaus Naroska , Fußball-Obmann der SG Gronau auf Nachfrage der Münsterland Zeitung. "Unsere dritte Mannschaft hatte sich zuletzt als sehr gefestigt gezeigt, nachdem sie zuvor immer mit vielen Beschimpfungen zu tun hatte und darauf des Öfteren überschnell reagiert hatte. Dass einem Fußballer jetzt die Sicherung derartig durchbrannte, ist eigentlich unverständlich", gesteht Naroska.

Bernd Rengshausen: Unterstützung für den Schiedsrichter.
Foto: Mathmann

Bernd Rengshausen, Vorsitzender des Fußballkreises Ahaus/Coesfeld, hat nach der Nachricht über den "schlimmen Vorfall" den Kreisvorstand gebeten, dem Schiedsrichter eine anwaltliche Vertretung an die Seite zu stellen: "Der Fußballkreis unterstützt seine Schiedsrichter in dieser Beziehung ohne ,Wenn und Aber' und bietet Hilfen in jeder Beziehung an." Er bestätigte, dass die Polizei ein Verfahren wegen schwerer Körperverletzung nicht nur gegen den Hauptverdächtigten, einen 29-jährigen Mann aus Epe, eingeleitet habe, sondern auch gegen den SG-Fußballer, der den Schiedsrichter zunächst geschlagen hatte.

Vor Sportgericht

Schnellstmöglich wird sich die Sportgerichtsbarkeit des Kreises mit dem Vorfall beschäftigen: Einen Sonderbericht hat Staffelleiter Helmut Ahler (Lünten) sofort an den Vorsitzender Kreisspruchkammer, Willi Bösing (Epe), weitergeleitet. Der wird zeitnah ein Untersuchungsverfahren einleiten, auch wenn wegen des Vereinsausschlusses gegen den Hauptverdächtigen nicht ermittelt werden kann, solange dieser sich keinem Verein wieder anschließt.

Auch die Westfälischen Nachrichten haben über den schrecklichen Vorfall berichtet:

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